Youngtimer Trophy 2004

Auftakt der Youngtimer Trophy Saison 2004 in Hockenheim

Youngtimer Trophy im frühen April zum Saisonauftakt in Hockenheim. Einige hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Rennautos noch nicht ganz fertig und so waren es auch nur 5 Simcas die das Trainig zum 30minütigen Sprintrennen aufnahmen.
Bei den Hubraumzwergen, der 1150ccm Klasse, mußte sich Frank Breidenstein mit seinem 1000EC “Gruppe2” den Angriffen der frontangetriebenen Audi50 erwehren was allerdings recht ordentlich geschah – Rang 1 nach dem Training mit nur ganzen 0,2 Sekunden Vorsprung.

Im Rennen lief es dann nicht mehr so toll. Nach total verpenntem Indianapolisstart riß mitten im Kampf um Platz drei der Gaszug in der zweiten Runde. Tja Pech – ein schnelles Ende an einem Wochenende das so vielversprechend begann.

Deutlich größeren Schaden hatte Clubkollge Norbert Blessing zu vermelden. Im Training springt unter Vollgas der 4 Gang heraus und der Motor hat kurzzeitig sehr hoch gedreht. Mehr als 9000 Umdrehungen zeigte der Drehzahlmesser, doch es schien, als sei alles  glücklich verlaufen – keine unschönen Geräusche und alle Pleuel an ihrem Platz, war das Ergebnis nach der Begutachtung im Fahrerlager.
Nachdem das Getriebe gewechselt und ein kleines Feuerchen im Heck des Rallye 2 gelöscht war, blies Norbert zur Attacke um seinen fünften Platz in der 1300er Klasse nach dem Training im Rennen zu verbessern.
Leider wurde sein Aufholjagd durch jähem Leistungsverlust in der dritten Runde beendet. Ein Einlaßventil hatte wohl doch im Training Schaden genommen und riß ab. Die Reparaturkosten werden hier deutlich höher liegen als ein Gaszug.

Von Schäden ebenfalls nicht verschont blieb Christoph Wilde. Der Vizemeister der YoungtimerTrophy 2003 trieb seinen grünen Renner heftig um die Ecken des Motodroms und belegt mit nur 0,1s Rückstand Rang drei in der Klasse.
Allerdings kochte sein Motor nach dem Training und so wurde für das Rennen aus Sicherheits -Gründen der Ersatzmotor eingebaut. Zum Glück wurde er dafür nicht mit Rückstufung um 10 Plätze bestraft wie es zur Zeit in der Formel1 üblich ist.
Im Rennen bewies er wieder eindrucksvoll was mit einem Simca alles möglich ist. Die ganze Opelkurve quer da staunten die Zuschauer nicht schlecht. “Ich habe beim Anbremsen einfach neben das Bremspedal getreten und war dann natürlich viel zu schnell am Einlenkpunkt. Ich habe ein wenig mehr gelenkt und wieder kräftig Gas gegeben um mich nicht zu drehen”, war sein kurzer Kommentar nach dem Rennen.
Doch alle Quertreiberei hat an diesem Tag nichts genutzt. Der Alfasud von J. Chmiela war in Hockenheim nicht zu schlagen so das Christoph sich mit Rang zwei in der Klasse zufrieden geben mußte.

Rang zwei auch für Clubkollegen Olaf Schley, der mit seinem Gruppe1 Rallye2 mit dem Rallye3 von K-H Meurer (ein ehemaliges Gutmann Auto) aufgrund von Teilnehmermangel in eine Klasse zusammengelegt wurde. Vergleicht man die jeweils schnellste Runde der beiden Simcas hatte Olaf im Training nur 2 Sekunden Rückstand auf den Leistungs- und fahrwerksüberlegenen Rallye3 von KH Meurer.

Das belgische Zolder ist Austragungsort für das 1 Stunden Rennen der Youngtimer

Mit den alten Autos ein einstündiges Langstreckenrennen zu bestreiten fordert einen hohen Tribut. Das mußten einige Clubkollgen der IG in Zolder im Mai erfahren. Neben Olaf Schley im Gruppe 1 Rallye2 fanden sich Frank Breidenstein R3 Gr.1, Christoph Wilde R2 Gr2 Norbert Blessing R2 Gr.2 und Heinz Edgar Roth R2 Gr.2 auf dem Schikanenkurs ein.
Wurden die Simcafahrer in Hockenheim von Defekten schon arg gebeutelt, kam es in Zolder noch schlimmer. Einzig Olaf Schley wurde von größeren Problemen verschont und konnte einen zweiten Rang in seiner Klasse heraus fahren. Allerdings wurde ihm wieder einmal die Klassenzusammenlegung mit einem Rallye 3 zum Verhängnis. Schade, es fehlt einfach an Konkurrenten bei den kleinen Serien-tourenwagen um eine volle Klasse zu bekommen.

In diesem Jahr erstmals wieder dabei war H.E. Roth, der im Training mit seinen Reifen haderte und sich immer stärker werdender Konkurrenz aus dem Simca Lager erwehren mußte.
Im Rennen konnte er einige Zeit die Pace von Christoph Wilde mitgehen, bevor er die Schaltdrehzahl aufgrund von Motorproblemen immer weiter nach unten legen mußte. Nach 59 Minuten kam dann das endgültige Aus in der letzten Runde. Irgendetwas im Ventiltrieb ist gebrochen gab der niedergeschlagene Siegburger nach dem Rennen zu Protokoll. Immerhin wurde er noch als Dritter in seiner Klasse gewertet.
Einen Platz vor ihm beendete Christoph Wilde die lange, Bremsen mordende Hatz. Nach dem Training mußten wir noch eine gebrochene Hinterachsschwinge wechseln und haben alle Bremsbeläge erneuert. Nach dem Rennen allerdings wurde klar warum Christoph zum Ende der Distanz immer häufiger “pumpen” mußte um Bremsdruck zu bekommen: Waren doch die Beläge der Vorderachse soweit abgefahren, dass nicht nur die Trägerplatte als Belagsersatz herhalten mußte sondern sogar diese 4mm starke Stahlplatte “durchgebremst” wurde. Die Bilder beweisen: der Bremskolben hat ein kreisrundes Stück aus der Bremsplatte herausgestanzt. Ein Runde länger und der Kolben wäre herausgefallen und wir können uns vorstellen was dann passiert….
Neue Bremszangen ist das Mindeste was Christoph jetzt investieren muß.

Noch größeres Pech hatte Beppo Blessing. Im Training erblickte ein Pleuel das Licht der Welt und beendet somit den Vortrieb seine Simca Rallye. Bis in den späten Abend wurde der Ersatzmotor eingebaut um am Rennen teilnehmen zu können. Doch irgendwie scheint Norbert das Pech an den Rennafhrerschuhen zu hängen. Nach wenigen Runden läßt die Leistung des Motors nach und Norbert beendet das Rennen um Schlimmeres zu vermeiden.